Unter dem Leitgedanken „Sexualmedizin und Gendermedizin verstehen die Vielfalt des Lebens und integrieren diese aktiv in die Behandlung“ wurde am 29. Mai die 4. Sexualmedizinische Matinee und Sommertagung in Pörtschach am Wörthersee durch die Leiterin der Gendermedizin – Modellregion Kärnten, eröffnet.
In ihrer Begrüßung betonte Dr.in Andrea Dorighi, MBA die enge Verbindung von Sexualmedizin und Gendermedizin, die beide den Menschen in seiner Gesamtheit mit seinen biologischen, psychologischen und sozialen Aspekten in den Mittelpunkt stellen. Ziel sei es, eine geschlechtersensible und personalisierte Gesundheitsversorgung nachhaltig in der medizinischen Praxis zu verankern.
Ein besonderer Dank galt dem Organisator der Tagung, Dr. Peter Mitterer, sowie der Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Sexualmedizin und Sexuelle Gesundheit (ÖGFSSG), Univ.-Prof. Dr.in Michaela Bayerle-Eder. Hervorgehoben wurde insbesondere ihr langjähriges Engagement für die geschlechterspezifische Medizin in Österreich sowie ihre Mitwirkung am ÖÄK-Diplomlehrgang Gender Medicine
Der Diplomlehrgang wird vom Land Kärnten und dem Kärntner Gesundheitsfonds (KGF) finanziert und steht allen in Kärnten tätigen Ärztinnen und Ärzten kostenlos zur Verfügung.
Das zweitägige Fachprogramm verdeutlichte die große Bandbreite der Sexualmedizin. Thematisch reichte es von der Implementierung sexualmedizinischer Angebote in interdisziplinären Beckenbodenzentren über sexuelle Gesundheit bei Diabetes, Adipositas und Herzinsuffizienz bis hin zu Männer- und Frauengesundheit, Brustkrebstherapie, Prostatakarzinom, Infertilität, Schmerztherapie sowie Fragen rund um Beckenboden und Sexualität. Unter dem Motto „Liebe schützt die Liebenden“ wurde dabei die Bedeutung sexueller Gesundheit als wesentlicher Bestandteil des allgemeinen Wohlbefindens besonders hervorgehoben.
Die Tagung bot Fachleuten aus unterschiedlichen Disziplinen eine wertvolle Plattform für Austausch, Vernetzung und Weiterbildung.
Informationen zum ÖÄK-Diplomlehrgang Gender Medicine: Diplomlehrgang – Gendermedizin

