Geschlechterspezifische Medizin im Fokus – Austausch mit BMin Eva-Maria Holzleitner in der Modellregion Kärnten

Am 29.07.2026 fand im Kärntner Landhaus ein zukunftsweisendes Treffen statt. Gemeinsam mit Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung Eva-Maria Holzleitner, BSc und zahlreichen Expertinnen wurde intensiv über die Weiterentwicklung der „Gendermedizin – Modellregion Kärnten“ diskutiert.

Die feierliche Begrüßung und Eröffnung wurde von Landeshauptmann Ing. Daniel Fellner sowie der Nationalratsabgeordneten und Frauenvorsitzenden der SPÖ Kärnten, NRin Dr.in Petra Oberrauner, gestaltet.

Kärnten nimmt als erste Modellregion Österreichs eine absolute Vorreiterrolle ein, wenn es um eine Medizin geht, die biologische und soziale Unterschiede von Patientinnen und Patienten berücksichtigt. Gesundheitslandesrätin Dr.in Beate Prettner gab in ihrem Impulsreferat wertvolle Einblicke in die bisherigen Meilensteine und bestehenden Angebote.

Gender Medizin in der Praxis: Erkenntnisse der Expertinnen
In inspirierenden Fachbeiträgen teilten Absolventinnen des österreichweit ersten ÖÄK-Diplomlehrgangs Gender Medicine in Klagenfurt ihre praktischen Erfahrungen:

  • Dr.in Sonja-Maria Tesar (Medizinische Direktorin des LKH Wolfsberg, Fachärztin für Neurologie, Leiterin der Kopfschmerzambulanz im Klinikum Klagenfurt)
  • Primaria Dr.in Martina Lemmerer (Leiterin der Abteilung für Chirurgie, Privatklinik Villach)
  • Dr.in Sandra Cornelia Semmelrock (Praktische Ärztin und Fachärztin für Anästehesie, Klagenfurt)

Einen tieferen, fachlichen Einblick in geschlechterspezifische Aspekte der Urologie  lieferte Primaria Dr.in Orietta Dalpiaz (Leiterin der Urologie am Klinikum Klagenfurt) mit ihrem Impuls zur Urologie.

🎯 Die Kernbotschaften:

  • Praxisrelevanz: Symptome, Diagnostik, Behandlung und Prävention unterscheiden sich zwischen den Geschlechtern oft drastisch.
  • Bildung als Schlüssel: Die flächendeckende Verankerung von Gendermedizin in der Aus- und Weiterbildung ist essenziell für die Versorgungssicherheit.
  • Schnittstellen stärken: Mag.a Pauline Thamer (Gleichbehandlungsbeauftragte der KABEG) setzte mit ihrem Beitrag zu Opferschutz und der telemedizinischen Kooperation mit der Gewaltambulanz Graz einen extrem wichtigen Impuls für den Opferschutz im Gesundheitssystem.

Ein herzliches Danke an alle Beteiligten für das Engagement, den fachlichen Input und den gemeinsamen Antrieb, das Kärntner Gesundheitssystem noch gerechter, sicherer und moderner zu gestalten!

Weitere Informationen zu unserer Arbeit unter: www.gendermedizin-kaernten.at

v.l.n.r.: Prim.a Dr.in Martina Lemmerer, LRin Dr.in Beate Prettner, BMin Eva-Maria Holzleitner, BSc; Dr.in Sonja-Maria Tesar, Mag.a Pauline Thamer, LHStv.in Dr.in Gaby Schaunig