Weltfrauentag: Ein Abend voller Frauenpower und klare Botschaften zur Gleichstellung
LHStv.in Schaunig, LR.in Prettner, Vize-Bgm.in Sandriesser, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte Gabriel und Herzog: Gleichstellung im Rampenlicht – Land Kärnten und Stadt Villach zelebrierten den Internationalen Frauentag mit vereinten Kräften, um das Bewusstsein für Frauenrechte weiter zu stärken
VILLACH. Rund 550 Gäste folgten der Einladung des Referats für Frauen und Gleichstellung und des Frauenreferats Villach zum FEST anlässlich des Internationalen Frauentags im Congress Center Villach (CCV). Unter den Anwesenden befanden sich zahlreiche politische Vertreterinnen und Vertreter, wie Landtagsabgeordnete Ruth Feistritzer, Stadträtin Constanze Mochar, Gemeinderätin Ulrike Herzig, Leiterin der Geschäftsstelle Gendermedizin Andrea Dorighi, die Geschäftsführerin vom Frauenhaus Villach, Christina Kraker-Kölbl, und die Leiterin der Opferschutzstelle bei sexueller Gewalt der Frauenberatungsstelle Belladonna, Angelika Rauhberger, sowie viele engagierte Personen aus Vereinen, Institutionen, Beratungsstellen und der Zivilbevölkerung.
Der Internationale Frauentag steht weltweit für den Einsatz für Gleichstellung, gleiche Rechte und faire Chancen. Er macht sichtbar, dass Frauen in vielen Lebensbereichen nach wie vor mit strukturellen Benachteiligungen konfrontiert sind. Gleichzeitig würdigt dieser Tag die Leistungen von Frauen in allen Lebensbereichen.
Frauen- und Gleichstellungsreferentin LHStv.in Gaby Schaunig betonte: „Gleichstellung ist kein Selbstläufer. Es ist unsere Aufgabe als Politik, strukturelle Hürden konsequent abzubauen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die Frauen und Männer gleichermaßen stärken. Dazu zählen faire Einkommenschancen, verlässliche Kinderbetreuung, transparente Karrierewege und eine klare Haltung gegen jede Form von Diskriminierung.“
„Gerade der Gesundheitsbereich ist sehr stark von Frauen geprägt – sowohl in der professionellen Pflege als auch zunehmend in der Medizin. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielt hier eine große Rolle. Moderne Strukturen wie z.B. Primärversorgungszentren, die auf Teamarbeit statt Einzelkämpfertum setzen, ermöglichen speziell Frauen neue, attraktive Jobchancen, die diese Vereinbarkeit möglich machen“, brachte Gesundheitsreferentin Beate Prettner einen wesentlichen Aspekt ein. Zugleich wurde auf die nach wie vor ungleiche Verteilung unbezahlter Arbeit hingewiesen.
Frauenreferentin Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser führte weiter aus und unterstrich die Bedeutung von gemeinsamem Engagement: „Die Lebensrealitäten von Frauen unterscheiden sich – je nach Alter, Herkunft, sozialem Hintergrund oder Lebensmodell. Eine moderne Gleichstellungspolitik berücksichtigt diese Vielfalt und setzt auf Teilhabe für alle. Das FEST hat uns gezeigt, wie wichtig Solidarität, gegenseitige Unterstützung und Wertschätzung sind. Gemeinsam können wir etwas bewegen und den Mut für neue Wege finden.“
Martina Gabriel, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Landes hielt fest: „Solange Frauen häufiger Teilzeit arbeiten, den Großteil unbezahlter Sorgearbeit übernehmen und dadurch geringere Pensionsansprüche erwerben, ist Wahlfreiheit nicht vollständig verwirklicht.“ Der Weltfrauentag macht darauf aufmerksam und setzt sich dafür ein, diese Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass echte Wahlfreiheit möglich wird. Für die Villacher Frauenbeauftrage Alisa Herzog steht fest: „Solange Frauen in Führungspositionen und politischen Spitzenfunktionen unterrepräsentiert sind, fehlt es an echter Gleichstellung. Es braucht verbindliche Maßnahmen, damit Frauen dort vertreten sind, wo Entscheidungen getroffen werden.“
Der Auftakt des Abends bildete die Würdigung von Astrid Malle, Frauenbeauftrage der Stadt Klagenfurt, für ihr langjähriges Engagement. Den Würdigungspreis gestaltete die Kärntner Künstlerin Ina Loitzl. Inspirierende Impulse setzte die Unternehmerin, Autorin und Coach Maren Wölfl mit ihrer Keynote zum Thema „Mut für neue Wege“. Moderiert wurde „DAS FEST“ durch Martina Klementin. Beim anschließenden Vernetzen sorgte DJane Simone Dueller für den musikalischen Rahmen. Über den Charakter einer reinen Veranstaltung hinaus setzte DAS FEST ein unübersehbares Zeichen für Zusammenhalt und das entschlossene Engagement für echte Gleichstellung.
Text übernommen von Amt der Kärntner Landesregierung, Landespressedienst, 9021 Klagenfurt am Wörthersee, Arnulfplatz 1
Rückfragehinweis: Büros LHStv.in Schaunig/LR.in Prettner
Redaktion: Chiara Jordan / Versand: Markus Böhm
Fotohinweis: Sarah Egger Fotografie


